Schwimmbadbesuche und Ausflüge machen viel Spaß

CVJM Stederdorf ermöglicht weißrussischen Kindern Ferien vom verstrahlten AlltagStederdorf 2

Zu „Ferien vom verstrahlten Alltag“ hat der CVJM Stederdorf (Christlicher Verein Junger Menschen) 9 Kinder und zwei Betreuerinnen aus der Republik Belarus eingeladen, die in einem festlichen Abendgottesdienst am 29.07.2012 in der Stederdorfer St Petrus-Gemeinde begrüßt und nach drei Wochen verabschiedet wurden. Die Elf- bis Zwölfjährigen stammen aus der Region Woloshin, rund 70 Kilometer von der Hauptstadt Minsk entfernt, und wohnen bei Gastfamilien in Stederdorf, Edemissen, Vöhrum und Mödesse.

Den Kindern wurde ein abwechselungsreiches Programm mit einer Tagesfahrt in den Harz, einem Zoobesuch in Hannover und Stockbrot am Lagerfeuer auf dem Hof von Carola und Ludwig Schrader geboten. Mit der Teilnahme am normalen Lebensalltag der Gastfamilien erfuhren die weißrussischen Kinder viel über Deutschland. Zuvor wurden die Kinder für 10 Tage in der Freizeit- und Jugendbildungsstätte Anne-Frank-Haus Oldau durch das CVJM-Team Helga Bröckling und Carola Schrader betreut.

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Unterstützt durch warmes Sommerwetter machten den Kindern Schwimmbadbesuche besonders viel Freude, da in der ländlichen Region ihrer Heimat solche Einrichtungen nicht zur Verfügung stehen. Eine von Ortsbürgermeister Gustav Kamps zum Peiner Rathaus ermöglichte Planwagenfahrt wurde mit einem Badeaufenthalt am Eixer See zum besonderen Erlebnis. Viele private Spenden, die Unterstützung der Stederdorfer Landfrauen, des DRK Stederdorf und des St. Petrus-Frauenkreises sowie die teilweise schon mehrjährige Gastfreundschaft der Familien haben die Einladung erst möglich gemacht.

Der CVJM versteht sein Engagement nicht nur als humanitäre Hilfe, sondern auch als ökumenischen Beitrag zur Völkerverständigung. „Die Kinder werden ihren Familien von den guten Erfahrungen in Deutschland berichten und damit auch Zuversicht nach Hause mitnehmen“, sagten die begleitenden weißrussischen Lehrerinnen Yuliya Hasparevich und Lida Dubatovka. Auch 25 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe ist die radioaktive Verstrahlung in vielen Gebieten von Belarus nur minimal zurückgegangen.Stederdorf 3

 

Carola Schrader, Helga Bröckling sowie Erika und Henning Könemann sind als deutsches ehrenamtliches CVJM-Begleitteam bereits seit vielen Jahren engagiert und nutzen dafür auch private Urlaubstage. „Ein Blick in die strahlenden Kinderaugen ist die beste Entschädigung für unseren Einsatz“, sagen sie übereinstimmend. Andrea Haubenreißer aus Stederdorf hat als mehrmalige „Gastmutter“ die vorhandenen russischen Sprachkenntnisse neu aktiviert und kann so die Kommunikation wirkungsvoll unterstützen.

Henning Könemann, CVJM Stederdorf